Maria Königin und St. Paulus

Eine eigene Betreuung der Katholiken in Bad Schwartau begann nach 1920. Die Stadt gehörte zur Pfarrei Eutin, wurde aber zeitweilig von Lübeck, später auch von Travemünde aus betreut. Die Heiligen Messen wurden zunächst im Gymnasium, dann 20 Jahre lang alle 14 Tage im Schöffensaal des Amtsgerichts, nach 1945 in der evangelischen Siechenkapelle gefeiert. Als diese Kapelle wegen Baufälligkeit gesperrt wurde, fanden die Gottesdienste in der evangelischen Kirche zu Rensefeld statt. Ein schon 1938 erworbenes Haus in der Bahnhofstr. 21 konnte erst 1949 bezogen werden. Im 20 qm großen Kellerraum wurde eine Werktagskapelle für ca. 80 Personen eingerichtet, wo die hl. Messe bis 1955 gefeiert wurde. Die Kirche Maria Königin wurde 1954/1955 errichtet.

Der „katholische Verein Düsseldorf e.V.“ setzte es sich seinerzeit zum Ziel, am Timmendorfer Strand eine katholische Kirche zu bauen. Anfang Mai 1930 konnte das Grundstück in der Poststr. erworben werden und schon am Fest des Hl. Laurentius (10. August) wurde in der Kurkapelle St. Paulus die erste Hl. Messe gefeiert.

Nach Flucht und Vertreibung gab es im damaligen Pfarrgebiet fast 5.000 Christen katholischen Bekenntnisses, so dass es schon 1947 im Gespräch war, die Kapelle zu einer Kirche zu erweitern. Da es im Lübecker Raum damals keine Arbeit gab, wanderten die Menschen wieder ab, im Jahre 2009 z.B. umfasste die Gemeinde knapp 1.500 Seelen.

1960 wurde unter Pastor Federhenn die Kurkapelle durch den Anbau des Seitenschiffes zur Kirche erweitert. In der Hochsaison der siebziger und achtziger Jahre wurden im Pfarrgebiet 11 Sonntags-Messen angeboten, mit Unterstützung von zahlreichen Gastpriestern.

Im Spätsommer 1993 wurde ein Großteil der alten Kirche abgerissen. Das Sitzplatzangebot wurde auf 270 durch den Einbau der Orgelempore und des Anbaus des Altarraumes erweitert.

Der Architekt Bruno Braun, Düsseldorf, der Künstler Bodo Schramm, Köln und Pfarrer Dziwisch mussten ein schlüssiges Gesamtkonzept für ein gutes modernes Kircheninneres in einem alten Äußeren finden. Aus der alten Kirche konnten nur die 4 wohlgestimmten, tontiefen Glocken und die 13-registrige Kemper-Orgel aus dem Jahre 1976 in die neue Kirche übernommen werden. Am Heiligabend 1994 konnte Pfarrer Dziwisch in der neuen Kirche die erste heilige Messe feiern. Am 16. Juli 1995 wurde die Kirche in einem festlichen Gottesdienst von Weihbischof Dr. Jaschke, Hamburg, konsekriert.

Die Fachklinik Maria Meeresstern ist ein Sanatorium für Mütter und Kinder in Niendorf, Gemeinde Timmendorfer Strand. Die Klinik wird von der Kongregation der Franziskanerinnen vom hl. Märtyrer Georg zu Thuine getragen und entstand 2006 durch die Zusammenlegung der Erholungsheime St. Johann und Antoniushaus. Zum Komplex der Fachklinik Maria Meeresstern gehört die katholische Kirche St. Johann in Niendorf (Timmendorfer Strand) von 1911, die das Gelände mit ihrem Glockenturm weit überragt. Es ist eine Kirche der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen.